by Ludwig I, König von Bayern (1786 - 1868)
Das Asyl
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Language: German (Deutsch)
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Warme Lüfte, Süße Düfte Hauchet diese Flur, Liebe dieser Berge Schimmer; Liebe, Liebe endet nimmer, Alles athmet Liebe nur. Hier ist Frieden Sanft beschieden, Fern der großen Welt. Nicht an diese heil'ge Schwelle Schlägt der Ehrsucht grause Welle, Die des Glückes Grab enthält. Heiter, stille Strebt der Wille Hier nach Zukunft nicht, Strebet hier nicht nach der Ferne, Denn es weilt das Herz beim Sterne Seines Glückes, saugt sein Licht. Was entbehrte, Sie begehrte, Findet Seele hie; Weg vom Glanze laß mich fliehen, Mich hieher zurücke ziehen, Nur hieher, wo athmet sie. Welch Beglücken! Welch Entzücken Schwingt dem Himmel zu, Wenn ich bin in ihrer Nähe, Wenn die Wonnige ich sehe, Aufgelöst in sel'ger Ruh. Mir gegeben Ist das Leben Wiederum bei ihr. Laß', o! lasse mich vergessen, Was mir Schicksal zugemessen Auf dem Erdenrunde hier. Friedensstätte! Ja! ich rette Mich aus dem Gewühl, Wieder mich in deine Mitte Mit beflügelt schnellem Schritte, Ganz zu leben dem Gefühl.
J. Lang sets stanzas 1, 3, 5, 7
Confirmed with: Gedichte des Königs Ludwig von Bayern, Zweyter Theil, Zweyte, vermehrte Auflage, München: im Verlage der Liter. Artist. Anstalt der J.G. Cotta'schen Buchhandlung, 1829, pages 150-151.
Text Authorship:
- by Ludwig I, König von Bayern (1786 - 1868), "Das Asyl" [author's text checked 1 time against a primary source]
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Researcher for this page: Sharon Krebs [Senior Associate Editor]
This text was added to the website: 2006-11-15
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