by Christian Reinhold (1813 - 1856)
Gedenkst du mein, wenn du mit reinen...
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Language: German (Deutsch)
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Gedenkst du mein, wenn du mit reinen Blicken Hinausstrebst in die dunkle Nacht? Ich denke dein; und, kann mich was erquicken, So ist's nur, weil ich Dein gedacht. Gedenkst du mein, wenn dir die Thränen kommen? Mein Leben ist ein stilles Ach; Die Freude draus ward mir mit dir genommen, Und nur der Schmerz ist ewig wach. Gedenkst du mein, wenn dir die Pulse stocken Im Kampf des Lebens? Zage nicht! Der Lorbeer grünt so schön um braune Locken, Wenn auch das Herz im Busen bricht. Gedenkst du mein, wenn Freude dir im Herzen Manchmal die alten Saiten rührt? So wunderbar sind, ach, der Liebe Schmerzen, Daß man sie fast wie Freuden spürt. Gedenkst du mein? Du hast es mir versprochen, Und darum lebt' ich bisher fort, -- Getrost. Denn, hättest du dein Wort gebrochen, Wär' mehr gebrochen, als ein Wort. Gedenkst du mein? Ich weiß: Du hast's gehalten; Und Seel' um Seele längst sich schlingt Mit Allgewalt, bis auch von den Gestalten Der Eisenreif des Schicksals springt.
J. Lang sets stanzas 1-2, 5
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View text with all available footnotesConfirmed with: Christian Reinhold Köstlin’s poetry manuscripts, Z 2704, [129.], Deutsches Literaturarchiv, Marbach, Germany (unpublished poem, dated December 12/13, [1840]).
Note for Lang's setting: when the last line is repeated, the word "mehr" becomes first "mehr wohl" and in the next repetition, "ja mehr wohl"
Text Authorship:
- by Christian Reinhold (1813 - 1856), no title, written [1840] [author's text checked 1 time against a primary source]
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