by Conrad Ferdinand Meyer (1825 - 1898)
Wo weiss die Landquart durch die Tannen...
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Language: German (Deutsch)
Wo weiss die Landquart durch die Tannen schäumt, Irrt unbekümmert ich um Weg und Zeit, Da stand ein grauer Turm, wie hingeträumt In ungebrochne Waldeseinsamkeit. Ich sah mich um und frug: "Wie heisst das Schloss?" Ein bucklig Mütterlein, das Kräuter brach; Da grollte sie, die jedes Wort verdross: "Fragmirnichtnach." Ich schritt hinan; im Hof ein Brünnlein scholl, Durch den verwachsnen Torweg drang ich ein, Ein dünnes kühles Rieseln überquoll Auf einer Gruft den schwarzbemoosten Stein. Ich beugte mich nach des Verschollnen Spur, Entziffernd, was des Steines Inschrift sprach, Nicht Zahl, nicht Namen - ein Begehren nur: Frag mir nicht nach!
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View text with all available footnotesConfirmed with Conrad Ferdinand Meyer, Gedichte, Leipzig: H. Haessel, 1882. Appears in 3. An den Bergen, page 98.
Text Authorship:
- by Conrad Ferdinand Meyer (1825 - 1898), "Frag mir nicht nach", appears in Gedichte, in 3. An den Bergen [author's text checked 1 time against a primary source]
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This text was added to the website: 2007-07-24
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