by Wilhelm Jordan (1819 - 1904)
Balder, mein Buhle wo bist du verborgen?
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Language: German (Deutsch)
"Balder, mein Buhle wo bist du verborgen? Vernimm doch, wie Nanna sich namenlos bangt! Erscheine, du Schöner, und niege zu Nanna Liebkosend und küssend den minnigen Mund!" Da klangen von Klage die flammenden Fluren, von seufzenden Stimmen und Sterbegesang: Die Blume verblühet, erblassend, entblättert; Der Sommer entseelt sie mit sengendem Strahl. Beim Leichenbegängnis des göttlichen Lenzes Zerfällt sie und folgt ihm in feurigen Tod! "Balder, mein Buhle, verlangende Liebe, unsägliche Sehnsucht verbrennt mir die Brust!" Da tönt aus der Tiefe der Laut des Geliebten: Die Lichtwelt verließ ich, du suchst mich umsonst. "Balder, mein Buhle, wo bist du verborgen? Gib Nachricht, wie Nanna dich liebend erlöst!" "Nicht rufst du zurück mich aus Tiefen des Todes. Was du liebst mußt du lassen, das Leid nur ist lang." "Balder, mein Buhle, dich deckt nun das Dunkel; So nimm denn auch Nanna hinab in die Nacht."
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- by Wilhelm Jordan (1819 - 1904) [author's text not yet checked against a primary source]
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Researcher for this page: Ferdinando Albeggiani
This text was added to the website: 2007-10-10
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