by Julius Wolff (1834 - 1910)
Neunerlei Blumen winde zum Kranz
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Language: German (Deutsch)
Neunerlei Blumen winde zum Kranz, Knüpfe den Anfang ans Ende, Sinn und Bedeutung im blühenden Glanz Wirket zur Sonnenwende. Aber zum kleinen, zierlichen Strauß Brauchst du nicht lange zu wählen, Nimm, was du findest, und scheide nicht aus, Laß nur den Liebsten sie zählen. Rispen und Ähren, du zitterig Gras, Ihr sollt sie all' überragen, Ehrenpreis, vom Thaue noch naß, Wirst dich mit Nelke vertragen. Primel und Heide und Weidenröslein, Rührmichnichtan und Gamander, Erdbeer', du rothe, mitten hinein, Seht doch! ihr paßt zu einander. Spinnlein, bleib' sitzen, du bringest ja Glück! Aber du, Raupe, entweiche! Hinter des Labkrauts Sterne zurück, Röthliche Blätter der Eiche! Unten ums Wintergrün, dunkel und kraus, Will ich das Bändchen nun legen, Blumen vom Walde, wildwüchsiger Strauß, Duftet dem Liebsten entgegen!
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View text with all available footnotesConfirmed with Julius Wolff, Der wilde Jäger. Eine Waidmannsmär, Neunte unveränderte Auflage, Berlin: G. Grote'sche Verlagsbuchhandlung, 1880, pages 64-65.
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- by Julius Wolff (1834 - 1910), no title, appears in Der wilde Jäger: Eine Waidmannsmär, first published 1877 [author's text checked 2 times against a primary source]
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