by August Gottlieb Meißner (1753 - 1807)
Düster liegt die Nacht umher
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Language: German (Deutsch)
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Düster liegt die Nacht umher; Jedes Aug ist schlummerschwer, Jede Flur ist menschenleer; Aber nur ich, ich wache noch! Aber nur ich, trautes Julchen, ich fühle noch Schlummer und Traumgesicht Ruhe und Erquickung nicht. Mädchen mit dem Rosenmund, O, wie ist mein Herz so wund! Flieh der Liebe süßen Bund, Flieh ihn, Mädchen, länger nicht mehr! Damit nicht der Sorgen ertödtendes Heer, Eh' als mein Lenz verblüht, In die Grube mich zieht. Bey der Liebe liebstem Sohn, Bey Cytherens Götterthron, Fleh ich: halt, o halte den Lohn Meiner Treu nicht länger mir auf! Dieses Zährenstroms gewaltiger Lauf Und dieß bleiche Gesicht -- Ach! erweicht es dich nicht? Düster liegt die Flur umher, Donnerwolken ziehen schwer Am nächtlichen Himmel daher; O wie gleicht mein Herz dieser Nacht! Doch so bald nur, Schönste, dein Aug' mir lacht, Dann drohe, was da will; Himmel und Herz wird still.
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View text with all available footnotesConfirmed with A.G. Meißners sämmtliche Werke, Fünfter Band, Gedichte, Dritter Theil, Wien: in Commission bey Anton Doll, 1813, pages 163-164.
Text Authorship:
- by August Gottlieb Meißner (1753 - 1807), "Serenade" [author's text checked 2 times against a primary source]
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This text was added to the website: 2010-06-25
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