by (Friedrich) Julius Hammer (1810 - 1862)
Vor ihrem Hause
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Language: German (Deutsch)
Sie schläft. Kein Licht ist mehr im Haus. So still ist Wald und Flur, Als ging von ihrem Schlummer aus Der Friede der Natur. Sie schläft, das süße Heil'genbild, Ihr Odem Balsamduft; Beseelt von Wohlgerüchen schwillt Die keusche Frühlingsluft. Sie schläft. Die Locken regt sie leis,- Da säuselt Blütenflaum Rings von den Blättern silberweiß, Berührt von ihrem Traum. Und horch, welch wunderbarer Schall! Im dunkeln Waldgebiet Stimmt plötzlich an die Nachtigall Ein sanft bezaubernd Lied. Sie träumt, ihr waches Sein ist Lust, Ist Freud und Glück und Ruh -- Da schleicht ein Traum ihr in die Brust Und bringt süß Weh dazu.
J. Rheinberger sets stanzas 1, 4-5
Text Authorship:
- by (Friedrich) Julius Hammer (1810 - 1862), appears in Auf stillen Wegen. Dichtungen., in 3. Eine Jugendliebe, first published 1859 [author's text checked 1 time against a primary source]
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Researcher for this page: Sharon Krebs [Senior Associate Editor]
This text was added to the website: 2009-05-19
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