by Robert Reinick (1805 - 1852)
Jung Niklas fuhr auf's Meer
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Language: German (Deutsch)
Jung Niklas fuhr auf's Meer, Er kam nicht wieder her; Schön Margreth bei der Mutter saß, Das Auge thränenleer. Und als herum ein Jahr, Daß er gestorben war, Sie schleicht hinaus in stiller Nacht. Wie scheint der Mond so klar! -- -- "Wacht auf, ihr Söhne mein, Hört Ihr die Möve schrein? Ach großer Gott im Himmel, Wo ist mein Töchterlein?" -- Sie liefen hin zum Strand, Die Fackeln wohl zur Hand; Ein Nachen schwamm auf hoher Fluth, Im Kreise wie gebannt. Es saßen zwei darein So blaß im Mondenschein, Sie herzten und sie küßten sich, So blaß im Mondenschein. Der Mond versank in's Meer, Schwarz rollt die Fluth daher; Ein Nachen trieb zum Ufer hin, Trug keine Margreth mehr.
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View text with all available footnotesConfirmed with Lieder von Robert Reinick, Maler. Mit der Lebensskizze von Berthold Auerbach, Vierte Auflage, Berlin, Verlag von Ernst & Korn, 1857, pages 179-180, in the section Romanzen und Balladen
Note: modern German would change the following spellings: "thränenleer" -> "tränenleer", "Daß" -> "Dass", "Möve" -> "Möwe", "Fluth" -> "Flut", "blaß" -> "blass". Rheinberger has "Möwen" in his score (stanza 3, line 2).
Text Authorship:
- by Robert Reinick (1805 - 1852), ""Jung Niklas fuhr auf's Meer"", appears in Lieder, in Romanzen und Balladen [formerly Bilder] [author's text checked 1 time against a primary source]
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