by Fanny (Franziska) von Hoffnaaß, née Jägerhuber (1831 - 1892)
Grauen
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Language: German (Deutsch)
Das ist mein schöner Wald nicht mehr, Darin ich heut' so froh geträumt, Verwandelt steht er, ach, wie schwer Von düstrer Nebelnacht umsäumt. Aus Bäumen rauscht es, dass mir graut; Die Wonnestunden sind vorbei. Hörst du den schrillen Klagelaut? Des Totenvogels grausen Schrei? Wie er von Ast zu Ast sich schwingt, Fährt auf im Schlaf, erschreckt das Reh. Wer ist's, der jetzt im Sterben ringt? Durch alle Zweige ächzt ein Weh'. Es grollt, es zuckt vom Schildenstein, Und schauerlich das Käuzchen lacht, -- Entflieh, wenn noch was Liebes dein, Und hüt' es vor der Schreckensnacht.
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- by Fanny (Franziska) von Hoffnaaß, née Jägerhuber (1831 - 1892), "Grauen", appears in Dichtungen, first published 1882 [author's text checked 1 time against a primary source]
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This text was added to the website: 2009-05-24
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