sometimes misattributed to Wilhelmina Christiane von Chézy, née Klencke (1783 - 1856) and by Karl August Varnhagen von Ense (1785 - 1858)
Nächtlicher Schall
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Language: German (Deutsch)
So sehnend klang im Wald das Lied, So sehnend durch die Nacht; Die Herzen es zum Himmel zieht Mit wunderbarer Macht. »In tiefem Gram verzehr' ich mich, Mir ist die Freude hin! Auf Erden mir die Hoffnung wich, Ich hier so einsam bin! Der Himmel mir die Liebe gab, Ich lebte nur in ihr: Der Menschheit Last mir sank hinab, Ich fand den Himmel hier! Der Himmel mir die Liebe gab, Doch die Geliebte nicht, Mir strahlt ihr hohes Bild herab Im hehren Sternenlicht. Nach der Geliebten sehn' ich mich, Sie ist auf Erden nie! Beglückt hier nimmer wähn' ich mich! Im Himmel nur ist sie! Voll Sehnsucht sie empor mich zieht, Schon wird das Herz mir leicht! Der letzte Hauch im Lied entflieht, Im Lied das Herz entweicht!«
F. Schubert sets stanzas 2, 1
Confirmed with Vermischte Gedichte von K. A. Varnhagen von Ense. Frankfurt am Main bei Franz Varrentrapp, 1816, pages 15-16.
First published in Musenalmanach auf das Jahr 1804. Herausgegeben von L. A. v. Chamisso und K. A. Varnhagen. Leipzig, bei Carl Gottlob Schmidt. 1804, pages 60-61. Here the poem has the title Romanze and an additional stanza between stanza 1 and 2:
Es klang so zart und süß ins Herz, Ein Herz im Liede lebt: Und ew'ger, ew'ger Liebesschmerz In ihm zum Himmel strebt.
Text Authorship:
- sometimes misattributed to Wilhelmina Christiane von Chézy, née Klencke (1783 - 1856)
- by Karl August Varnhagen von Ense (1785 - 1858), "Nächtlicher Schall", first published 1804 [author's text checked 2 times against a primary source]
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