Sterben ist eine harte Buß
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Language: German (Deutsch)
Sterben ist eine harte Buß, Weiß wohl, daß ich sterben muß. Und ein Röslein rosenrot Pflanzt mein Schatz nach meinem Tod. Wenn ich mal gestorben bin, Wo begrabt man mich denn hin? Schau nur in den Kirchhof 'nein Da wird noch ein Plätzlein sein! Wachsen schöne Blümlein drauf, Geben dir ein' schönen Strauß Ach was hilft ein Röslein rot, Wenn es blüht nach Liebes Tod! Dort hinein, und nicht hinaus, Trägt man mich ins Grabeshaus. Hab's gesehen in der Nacht, Hat's ein Traum mir kundgemacht. Auf den Kirchhof wollt ich gehn, Tät das Grab schon offen stehn. Ach das Grab war schon gebaut, Hab' es traurig angeschaut. War wohl sieben Klafter tief, Drinnen lag ich schon und schlief, Als die Glock hat ausgebraust, Gingen unsere Freund' nach Haus. Sterben ist ein' harte Pein, Wenn's zwei Herzallerliebste sein, Die des Todes Sichel schneidt, Ach, das ist das größte Leid. Denn was hilft ein Blümelein, Wenn es heißt: ins Grab hinein! Ach, was hilft ein Röslein rot, Wenn es blüht nach Liebes Tod!
W. Taubert sets stanzas 1-4, 7, 8
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View text with all available footnotesConfirmed with Arnim, L. Achim v. and Clemens Brentano, Des Knaben Wunderhorn. Alte deutsche Lieder, Heidelberg: Mohr u. Zimmer; Frankfurt, J.C.B. Mohr, 1806, page 656
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- from Volkslieder (Folksongs) , "Ach was hilft ein Blümelein", appears in Des Knaben Wunderhorn [author's text checked 1 time against a primary source]
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Researcher for this page: Sharon Krebs [Senior Associate Editor]
This text was added to the website: 2008-10-18
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