by Rainer Maria Rilke (1875 - 1926)
Wie ergreift uns der Vogelschrei.
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Language: German (Deutsch)
Wie ergreift uns der Vogelschrei.... Irgendein einmal erschaffenes Schreien. Aber die Kinder schon, spielend im Freien, schreien an veirklichen Schreien vorbei. Schreien den Zufall. In Zwischenräume dieses, des Weltraums, (in welchen der heile Vogelschrei eingeht, wie Menschen in Träume —) treiben sie ihre, des Kreischens, Keile. Wehe, wo sind wir? Immer noch freier, wie die losgerissenen Drachen jagen wir halbhoch, mit Rändern von Lachen, windig zerfetzten. — Ordne die Schreier, singender Gott! dass sie rauschend erwachen, tragend als Strömung das Haupt und die Leier.
H. Birtwistle sets line 12-13
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View text with all available footnotesConfirmed with Rainer Maria Rilke, Die Sonette an Orpheus, Leipzig: Insel-Verlag, 1923
Text Authorship:
- by Rainer Maria Rilke (1875 - 1926), no title, appears in Die Sonette an Orpheus 2, no. 26 [author's text checked 1 time against a primary source]
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Researcher for this page: Joost van der Linden [Guest Editor]
This text was added to the website: 2023-08-05
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