by Wilhelm Müller (1794 - 1827)
Es lebe, was auf Erden
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Language: German (Deutsch)
Es lebe, was auf Erden stolziert in grüner Tracht, die Wälder und die Felder, der Jäger und die Jagd! Wie lustig ist's im Grünen, wenn's helle Jagdhorn schallt, wenn Hirsch' und Rehe springen, wenn's blitzt und dampft und knallt. Ich hab' mir schwarz gesenget das rechte Augenlid; was tut's, wenn mich mein Dirnel so schwarz auch gerne sieht. Mein Stutz und meine Dirne, sind die mir immer treu, was tu' ich weiter fragen nach Welt und Klerisei? Im Walde bin ich König, der Wald ist Gottes Haus, da weht sein starker Odem lebendig ein und aus. Ein Wildschütz' will ich bleiben, solang' die Tannen grün, mein Mädchen will ich küssen, solang' die Lippen glüh'n. Komm, Kind, mit mir zu wohnen im freien Waldrevier! Von immergrünen Zweigen bau' ich ein Hüttchen dir. Dann steig' ich nimmer wieder ins graue Dorf hinab; im Walde will ich leben, im Wald grabt mir mein Grab. Dass nicht des Pfarrers Kühe darauf zur Weide geh'n; das Wild soll drüber springen, kein Kreuz im Wege steh'n!
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- by Wilhelm Müller (1794 - 1827), "Jägers Lust", appears in Gedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2, in Ländliche Lieder [author's text checked 1 time against a primary source]
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Researcher for this page: Johann Winkler
This text was added to the website: 2020-05-08
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