by Joseph Karl Benedikt, Freiherr von Eichendorff (1788 - 1857)
Die Flucht der Heiligen Familie
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Language: German (Deutsch)
Länger fallen schon die Schatten, Durch die kühle Abendluft, Waldwärts über stille Matten Schreitet Joseph von der Kluft, Führt den Esel treu am Zügel; Linde Lüfte fächeln kaum, 's sind der Engel leise Flügel, Die das Kindlein sieht im Traum, Und Maria schauet nieder Auf das Kind voll Lust und Leid, Singt im Herzen Wiegenlieder In der stillen Einsamkeit. Die Johanneswürmchen kreisen Emsig leuchtend übern Weg, Wollen der Mutter Gottes weisen Durch die Wildnis jeden Steg, Und durchs Gras geht süßes Schaudern, Streift es ihres Mantels Saum; Bächlein auch läßt jetzt sein Plaudern Und die Wälder flüstern kaum, Daß sie nicht die Flucht verraten. Und das Kindlein hob die Hand, Da sie ihm so Liebes taten, Segnete das stille Land, Daß die Erd mit Blumen, Bäumen Fernerhin in Ewigkeit Nächtlich muß vom Himmel träumen - O gebenedeite Zeit!
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- by Joseph Karl Benedikt, Freiherr von Eichendorff (1788 - 1857), "Die Flucht der Heiligen Familie" [author's text checked 1 time against a primary source]
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This text was added to the website: 2009-11-19
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