by Rudolph Baumbach (1840 - 1905)
Verloren hab' ich all mein Geld
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Language: German (Deutsch)
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Verloren hab' ich all mein Geld, Mein Gut ist gar zerronnen. Mein Truchsess ist das Rübenfeld, Mein Schenk der Röhrenbronnen. Wer hat gebaut zu meiner Pein Das Wirthshaus an den Strassenrain? Du goldner Leu im Schilde, Du schaust mich an so milde. Wirthstöchterlein im Thore stand Und thät mir freundlich winken. An ihrem braunen Gürtelband Drei Schlüssel sah ich blinken. Der erste führt zum Küchenschrank, Der zweite führt zum Lautertrank, Der dritte, winzig kleine Zu ihrem Kämmerleine. Und als ich sang ein Lied zum Gruss, Erklang der erste Schlüssel. Hei fettes Schinkenbein im Muss, Wie lachst du in der Schüssel. Ein zweites Stücklein hob ich an, Ein zweites Schloss ward aufgethan. Was trug sie aus dem Keller? Ein Krüglein Muskateller. Wer hat denn dieses Lied erdacht? Ein Spielmann ist's gewesen, Der ist in einer einz'gen Nacht Von aller Noth genesen. (Ob er ein drittes Liedlein sang, Ob ihm der dritte Schlüssel klang -- Wollt' einer ihn drum fragen, Er thät es doch nicht sagen.
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O. Straus sets stanzas 2-4
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View text with all available footnotesConfirmed with Rudolf Baumbach, Spielmannslieder, Leipzig: Verlag von A. G. Liebeskind, 1883, pages 21-22.
Text Authorship:
- by Rudolph Baumbach (1840 - 1905), "Drei Schlüssel", appears in Spielmannslieder [author's text checked 1 time against a primary source]
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