by Julius Mosen (1803 - 1867)
Der Trompeter an der Katzbach
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Language: German (Deutsch)
Von Wunden ganz bedecket Der Trompeter sterbend ruht, An der Katzbach hingestrecket, Der Brust entströmt das Blut. Brennt auch die Todeswunde, Doch sterben kann er nicht, Bis neue Siegeskunde Zu seinem Ohre bricht. Und wie er schmerzlich ringet In Todesängsten bang, Zu ihm herüberdringet Ein wohlbekannter Klang. Das hebt ihn von der Erde, Er streckt sich starr und wild -- Dort sitzt er auf dem Pferde Als wie ein steinern Bild. Und die Trompete schmettert, -- Fest hält sie seine Hand -- Und wie ein Donner wettert Victoria in das Land. Victoria -- so klang es, Victoria -- überall, Victoria -- so drang es Hervor mit Donnerschall. Doch als es ausgeklungen, Die Trompete setzt er ab; Das Herz ist ihm zersprungen, Vom Roß stürzt er herab. Um ihn herum im Kreise Hielt's ganze Regiment, Der Feldmarschall sprach leise: "Das heißt ein selig End'!"
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Researcher for this page: Emily Ezust [Administrator]
Confirmed with Sämmtliche Werke von Julius Mosen, Erster Band, Oldenburg, Verlag von Ferdinand Schmidt, 1863, pages 16-17.
Text Authorship:
- by Julius Mosen (1803 - 1867), "Der Trompeter an der Katzbach", appears in Gedichte [author's text checked 1 time against a primary source]
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