by August Kopisch (1799 - 1853)
Vor Zeiten, wie man noch so trank
NOTE: the footnotes have been removed from this text; return to general view
Language: German (Deutsch)
Vor Zeiten, wie man noch so trank,
Daß mancher unter der Bank versank;
Was heute selten mal passirt,
Weil Tugend Jedermann genirt: --
Da ging ein Zecher einst nach Haus
Von einem großen Kirmesschmaus:
Hei di, hei di, hei trallerallalah!
Wie war dem Männlein schwüle da!
Er kam zum Steg am Unkenmoor:
Der Steg kam ihm nicht breit genug vor;
Da war er gar zu aufgebracht,
Daß man den Steg nicht breiter macht!
Und wie er sagt: so breit muß er sein!
Da fällt er, plump! ins Wasser drein.
Hei di, hei di, hei trallerallalah!
Wie ward dem Männlein kühle da!
Nun glaubt man wohl, mit dem Juchhei
Bei diesem Schelmen war's vorbei ? --
Doch hatt's mit dem noch keine Gefahr,
Weil er gewöhnt an's Trinken war:
Er trank das ganze Wasser aus,
Und ging mit trocknem Fuß nach Haus. --
Hei di, hei di, hei trallerallalah!
Da war ein guter Zug, ha, ha! ha, ha, ha, ha!
About the headline (FAQ)
View text with all available footnotesConfirmed with Fliegende Blätter, ed. by Kaspar Braun and Friedrich Schneider, Band 2, Nr. 27, München: 1846, page 21.
Note: modern German would change many spellings: "passirt" -> "passiert", "genirt" -> "geniert", etc.
Text Authorship:
- by August Kopisch (1799 - 1853), "Der wackere Trinker" [author's text checked 1 time against a primary source]
Go to the general view
Research team for this page: Emily Ezust [Administrator] , Johann Winkler
This text was added to the website: 2026-01-18
Line count: 24
Word count: 181