by Rudolf Löwenstein (1819 - 1891)
Die Mühle dreht die Flügel
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Language: German (Deutsch)
Die Mühle dreht die Flügel Dort droben auf dem Hügel. Der Müller sieht zum Fenster 'naus Und schauet nach dem Winde aus: Ich dreh' mich nach dem Winde. Wer heut' sein Glück will bauen, Muß nach dem Winde schauen! Und wenn kein Wind sich rühren will, Dann stehen Rad und Flügel still. Ich dreh' mich nach dem Winde! Stets nach des Wind's Belieben Muß ich die Mühle schieben. 'Sist freilich oft für mich Verdruss, Dass ich vom Winde leben muss. Ich dreh' mich nach dem Winde. Der Wind und auch das Glücke, Sie haben ihre Tücke. Der Müller und der Hahn am Dach', Sie beide tun dieselbe Sach': Sie dreh'n sich nach dem Winde! Woher der Wind mag kommen, Er muß doch stets ihm frommen; Der Müller denkt: ich bin gescheut, Ich mach' es so wie viele Leut': Ich dreh' mich nach dem Winde.
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View text with all available footnotesConfirmed with Rudolf Löwenstein, Kindergarten, sechste verbesserte Auflage, Berlin: Konrad W. Mecklenburg vormals Richter'scher Verlag, 1907, page 61. Appears in Zwei Lieder vom Windmüller, no. 2.
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- by Rudolf Löwenstein (1819 - 1891), no title, appears in Der Kindergarten, in Zwei Lieder vom Windmüller, no. 2 [author's text checked 1 time against a primary source]
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