by August Silberstein (1827 - 1900)
Der Frühling lässt schön grüssen
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Language: German (Deutsch)
Vom Berge springt jung Felsenquell, Auf grünem Hut den weißen Flaum, Er klatschet in die Hände hell Und jauchzt: Erwacht vom Wintertraum! Die Lenzluft kommt in Zügen, Die Vöglein sind im Fliegen, Ihr Thäler schließet auf, Ihr Blümlein kommt herauf: Der Frühling läßt schön grüßen! Die Felder und die Wälder all', Vernehmen kaum die neue Mär, Und schon beim ersten Lerchenschall Steh'n frisch geziert sie ringsumher. Die Finken freudig schlagen, Die Blümlein duftig ragen, Und wo ein Sternlein wacht, Erglänzt's in neuer Pracht, Der Frühling läßt schön grüßen! Das Menschenherz in seinem Drang Erschließt nun seinen Himmel auch -- Es strömen aus und ein Gesang, Zwei Welten, Einen Lebenshauch! Kein Flug noch höher schwinget, Kein Garten so gelinget, All' überall Schaffenstrieb Und neue Lust und Lieb, Der Frühling läßt schön grüßen!
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Research team for this page: Bertram Kottmann , Melanie Trumbull
Confirmed with Die Dioskuren, dreizehnter Jahrgang, no editor identified, Wien: C. Gerold's Sohn, 1884, page 339.
Text Authorship:
- by August Silberstein (1827 - 1900), "Der Frühling läßt schön grüßen! " [author's text checked 1 time against a primary source]
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Research team for this page: Bertram Kottmann , Melanie Trumbull
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