by Johann Friedrich Schink (1755 - 1835)
Lob der Weiber See original
Language: German (Deutsch)
Ström' aus, mein Lied, und werde Tanz, Die Weiblein sollst du singen; Sie sind's, die in des Lebens Kranz Die schönsten Blumen schlingen. Wem nicht des Weibleins Auge lacht, Dem ist das Leben eitle Nacht. Sei's um dich noch so bang' und trüb' , Dein Herz ganz leer an Wonne, Hat dich ein holdes Weiblein lieb, Flugs scheint die Sonne heller; Dahin ist all dein Weh und Ach! Und um dich her ist Maientag. Rings macht sein Lächeln Alles hell, Den trübsten Himmel heiter; Und deines Erdelebens Quell Fließt zwischen Blum' und Kräuter; Den Dorn am Ufer merkst du kaum, Dein Dasein wird ein Sommertraum. Die Wüste wird ein Paradies, Zu dem die Engel wallen; Um dich ist Segen! Doppelt süß Tönt's Lied der Nachtigallen; Mit froherm Muth brichst du dein Brot, Die Wange glüht vom höhern Roth. Ritzt auch ein Dorn den Fuß dir wund, Es eilt ihn zu verbinden; Ein süßer Kuß auf deinem Mund, Und alle Sorgen schwinden. Ja, wenn der Tod bei dem Arm dich hält, Es küßt dich in die andre Welt. Wird meines Hauptes Haar einst weiß, Und meine Kräfte schwinden, Soll noch mein Lied des Weibes Preis, Und seinen Werth verkünden. Ja, komm' ich nach Elysium, Seh' ich zuerst nach ihm mich um.
Composition:
- Set to music by Franz Paul Lachner (1803 - 1890), "Lob der Weiber", op. 37 no. 2, published 1840 [ voice and piano ], from Des Sängers Feierstunden. Ein Cyclus von Liedern, no. 2, Wien, Diabelli und Co.
Text Authorship:
- by Johann Friedrich Schink (1755 - 1835), "Ein Lied zum Lobe der Weiber", written 1795
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This text was added to the website: 2018-05-18
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