by Heinrich Christoph von Liebau (1762 - 1829)
Der Frühlingsabend Matches original text
Language: German (Deutsch)
Es naht in stiller Feier Der holde Abend sich Ein bläulich - düstrer Schleier Umfließt ihn schauerlich; An seiner Stirne glänzet Der helle Abendstern, Und seine Schläfe kränzet Die Majestät des Herrn. Ein leichter West durchbebet Den blüthenreichen Baum, Und sanfte Kühlung schwebet Im dufterfullten Raum; Es klagt mit bangem Sehnen Im nahen Wiesenthal, In liebevollen Tönen Einsam die Nachtigall. Und stille Schatten schweben Schon aus dem jungen Hain So schauerlich, und weben Die Flur in Dunkel ein. Es naht mit leisen Schritten Der Nacht geliebter Sohn, Die Erde zu beschütten Mit seinem süßen Mohn. So schlummert denn, ihr Müden, In safter süßer Rast, Umwebt von stillem Frieden, Nach harter Tageslast! Und steigt die Morgensonne Empor aus blauer Fluth, Dann lach' euch neue Wonne So schön wie ihre Gluth! Welch heiliges Erbeben Durchschauert meine Brust, Den trunknen Geist zu heben Zu nie gefühlter Lust! Wiegt einst des Lebens Abend Mich sanft in Schlummer ein; Wie wonnevoll und labend Wird das Erwachen sein!
Composition:
- Set to music by Johann André (1741 - 1799), "Der Frühlingsabend", published 1793 [ voice and piano ], in collection Lieder im Musik gesetzt, Erster Theil, Offenbach am Meyn: bey dem Verfasser, song no. IX, page 11
Text Authorship:
- by Heinrich Christoph von Liebau (1762 - 1829), "Der Frühlingsabend"
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Researcher for this page: Melanie Trumbull
This text was added to the website: 2016-10-01
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