by Karl Joachim ("Achim") Friedrich Ludwig von Arnim (1781 - 1831)
Language: German (Deutsch)
Our translations: ENG
Der Kaiser flieht vertrieben,
Flieht das eigne Land;
Das Heer ist aufgerieben,
Fliehend seine Schand.
Nur Die sind ihm geblieben,
Die er oft verkannt,
Denn streng sind, die uns lieben,
Noth hat Lieb erkannt,
Er grüßt die alten Tage
Seiner Jugendzeit,
Vergißt die alte Plage
In Vertraulichkeit.
...
Zum Fluß ist er gekommen,
Findet keine Brück,
Da wird sein Herz beklommen,
Er kann nicht zurück.
Da kommt ein Schiff mit Netzen:
"Schiffer, nimm zum Lohn,
Willst Du uns übersetzen,
Meine goldne Kron."
Der Schiffer hat genommen
Seine goldne Kron,
Doch eh' er überkommen,
War der Feind dort schon.
...
"So lieb dir ist dein Leben,
Fahr zurück an's Land,
Den Schifflohn will ich geben
Mit der eignen Hand."
Der Kaiser droht zu schlagen
Mit dem goldnen Stab,
Doch schnell zurückgetragen,
Ihn dem Schiffer gab.
Jetzt sah er, wie die Feinde
Ihn am Ufer sehn,
An Freundes Busen weinte,
Wollte schier vergehn.
...
...
Composition:
- Set to music by Bettina von Arnim, née Brentano (1785 - 1859), "Romanze", stanzas 1-3
Text Authorship:
- by Karl Joachim ("Achim") Friedrich Ludwig von Arnim (1781 - 1831), no title, appears in Armuth, Reichthum, Schuld und Buße der Gräfin Dolores
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Researcher for this page: Sharon Krebs [Senior Associate Editor]
This text was added to the website between May 1995 and September 2003.
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