by (Karl) Theodor Körner (1791 - 1813)
Sängers Wanderlied See original
Language: German (Deutsch)
Gar fröhlich tret' ich in die Welt
und grüß' den leichten Tag
mit Sang und Liedern reich bestellt,
sagt, was mir fehlen mag?
Viel Menschen schleichen matt und träg
ins kalte Grab hinein,
doch fröhlich geht des Sängers Weg
durch lauter Frühlingsschein.
Natur, wie lachst du mir so schön!
Wie hebt sich froh die Brust
wall' ich auf deinen Zauberhöh'n
in heit'rer Liebeslust.
Da wogt es tief und wunderbar,
weiß nicht, wo ein, noch aus,
doch endlich wird das Treiben klar
und tobt in Liedern aus.
Mit Liebestönen wach' ich auf,
sie schwellen sanft heran;
die Sonne hoch am Himmel steht
trifft mich beim Singen an.
Nicht rast' ich, wenn der Tag verglüht,
im Abendschein, im Abenddämmerschein
Ihn preis' ich noch mit frohem Lied
greif' in die Saiten ein.
...
Ins Freie frisch hinauf, hinan,
durch Lebens Nacht und Tag,
auf dass mich Freiheit, Lieb und Wein
gar treu begleiten mag.
Ein freier Sinn in Lust und Weh
schwelgt gern in Sang und Reim,
und sag' ich einst der Welt ade,
zieh' ich in Liedern heim.
Note for stanza 6, line 6, word 1: in Loewe's score, there is a misprint: it has "schmelzt" instead of "schwelgt".
Composition:
- Set to music by Carl Loewe (1796 - 1869), "Sängers Wanderlied", stanzas 1-3,6
Text Authorship:
- by (Karl) Theodor Körner (1791 - 1813), "Sängers Wanderlied"
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This text was added to the website: 2010-04-20
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