by Franz Ludwig Evarist Alexander, Graf von Pocci (1807 - 1876)
Language: German (Deutsch)
Ein alter Landsknecht steht auf der Wacht mit Flamberg und langer Lanzen; er harret wohl aus die ganze Nacht bis das Frührot hell wird glänzen. Da grüßt ihn der Sonne güld'ner Schein, seitab ist der Mond getreten; er spricht: Nun erheb' dich, du Herze mein, und schicke dich an, fromm zu beten. Und geht es etwan noch heut' zum Streit, stell' ich mich treu in die Reihen und denk' mir: Die Ewigkeit liegt nicht weit, Gott wird mir das Rechte verleihen. Dann sitzen wir hier im frohen Kreis wir Landsknechte, freie und treue, und singen und trinken nach unser Weis', dass sich jedes Herz d'ran erfreue. Die Becher ha'n einen guten Klang, denn Frömmigkeit steht hier in Ehren; ein frommer Trunk und ein frommer Sang, die sollen der Traurigkeit wehren. Woll' uns der lieb' Herrgott helfen dazu, dass alle wir guten Mut's streiten, bis dass uns zur ewigen, seligen Ruh' die Engelein endlich geleiten.
Note: the Flamberg (line 2) is a sword to be swung with both hands
Composition:
- Set to music by Wilhelm Weber , "Am Morgen", op. 15 no. 3, published 1893 [ medium voice and piano ], from Landsknechtlieder von Franz Graf Pocci, no. 3, Nürnberg, Schmid
Text Authorship:
- by Franz Ludwig Evarist Alexander, Graf von Pocci (1807 - 1876), "Am Morgen", appears in Der Landsknecht, first published 1861
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Researcher for this page: Johann Winkler
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