by Franz Ludwig Evarist Alexander, Graf von Pocci (1807 - 1876)
Frundsbergs Tod See original
Language: German (Deutsch)
Hört's alle, ihr lieben Brüder mein, nun soll ein bitter Trauern sein: Zu Mindelheim bei Fackelschein, da gruben sie eine Leichen ein. Der Landsknecht Vater, der alte Held und unser Hauptmann im Schlachtenfeld, Herr Georg Frundsberg lobesan, gestorben ist der fromme Mann. Wer sorgt für uns, wer führt uns an? wer trägt voraus des Kaisers Fahn'? Wie Kindlein wir verlassen steh'n, von denen musst' der Vater geh'n. Wo find't ihr ein Herz so stark und gut, wo find't ihr so edlen Heldenmut, der allerorten wohl hat gesiegt? Und nun dies alles begraben liegt! Nach Mindelheim ziehen wir zuhauf zu Frundsbergs Grabstatt nun hinauf und singen ein traurig Landsknechtlied als Klage, dass er von uns schied. Wir pflanzen die Fähnlein in einen Kreis und schmücken die Hüt' mit Tannenreis; dann soll der Pfaff' uns halten ein Amt, dabei wir andächtig beten allsamt, und eine Predigt zu Frundsbergs Ehr'; dann soll er weih'n unser Waffen und Wehr bei Trommelschlag und Pfeifenklang auf diesem letzten schweren Gang. Hört's alle, ihr lieben Brüder mein, nun soll ein bitter Trauern sein: Wie Kindlein wir verlassen steh'n, von denen musst' ihr Vater geh'n.
Composition:
- Set to music by Wilhelm Weber , "Frundsbergs Tod", op. 15 no. 5, published 1893 [ medium voice and piano ], from Landsknechtlieder von Franz Graf Pocci, no. 5, München, Schmid
Text Authorship:
- by Franz Ludwig Evarist Alexander, Graf von Pocci (1807 - 1876), "Frundsbergs Tod", appears in Der Landsknecht, first published 1861
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Researcher for this page: Johann Winkler
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