by August Ernst, Freiherr von Steigentesch (1774 - 1826)
Wiegenlied See original
Language: English
Schlumm're sanft! Des Lebens Morgenröte, des Genusses Augenblick ist dein; in des Morgenschlummers stille Lethe taucht die Kindheit ihre Sorgen ein. Schlumm're sanft! Noch ist dein Lächeln heiter, da dein Herz noch keine Sorge denkt, und der Engel Unschuld, dein Begleiter, deiner Kindheit Blumentritte lenkt. Schlumm're sanft! Der Täuschung Blütenträume finden in der Wirklichkeit ihr Grab. Deiner Hoffnung aufgeblühte Keime streift vielleicht der Sturm des Zufalls ab. Schlumm're sanft! Wenn diese Blumen schwinden, unter Dornen scheiden Traum und Wahn, stürmeschwarzen Wolken künden unser's Lebens schwülen Mittag an. Rosen welken, die am Morgen glühten, und des Wehmuts trübe Quelle rauscht, wo die Schlange Missgunst unter Blüten und der Gram auf weichem Purpur lauscht. Aber, Kind, dann lächle dem Geschicke, dein Bewusstsein lächle rein wie du, und dein ruhesuchend Auge drücke einst die Hand geprüfter Liebe zu.
Composition:
- Set to music by Joseph Johann Baptist Wölfl (1773 - 1812), "Wiegenlied"
Text Authorship:
- by August Ernst, Freiherr von Steigentesch (1774 - 1826), "Wiegenlied"
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Researcher for this page: Johann Winkler
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