by Karl Wilhelm Ramler (1725 - 1798)
Lob der Gottheit See original
Language: German (Deutsch)
Des Himmels ewig dauerndes Gewölbe, Das über allen Sternen hängt, Der Erdball unter ihm, gegründet auf sich selber, Verkündigt seinen Herrn. Ihn lobt der Tag, ihn singt mit tausend Zungen Die Nacht, und alle Welt vernimmt Den Lobgesang der Nacht, und alle Völker hören Des Tages Königin. Sie steigt auf ihren Purpurthron im Osten, Geht triumphierend ihre Bahn, Und überschaut ihr Reich, bis sie der Abendhimmel In seine Tore nimmt. Ihr Anblick, wenn sie durch den Äther wallet, Ruft Wälder aus der Erde Schooß, Und aus der Flut den Tau, der aus den Wolken träufelt, Und aus den Bergen strömt. Sie wickelt das erwärmte Rund der Erde In einen grünen Teppich ein, Bestreut mit Blumen ihn, hell leuchtend, wie die Farben Des Gürtels, den sie webt. Aus ihrem Feuermeer füllt seine Lampe Der Mond mit Licht; der Morgenstern Und seiner Brüder Schar, von ihm bekränzt mit Strahlen, Tanzt freudig um sie her. Laut ruft sie durch die grenzenlose Tiefe, Und alle Sterne rufen laut: Allmächtig ist die Hand, die uns zusammenfaßte, Und in den Weltraum warf.
Composition:
- Set to music by Joseph Johann Baptist Wölfl (1773 - 1812), "Lob der Gottheit"
Text Authorship:
- by Karl Wilhelm Ramler (1725 - 1798), "Lob der Gottheit"
Go to the general single-text view
Researcher for this page: Johann Winkler
This text was added to the website: 2026-02-11
Line count: 28
Word count: 178