by Emanuel von Geibel (1815 - 1884)
Frühlingsnachhall See original
Language: German (Deutsch)
Und als ich aufstand früh am Tag Und meinte, daß es noch Winter sei, Da jauchzte schon mit lustigem Schlag Die Lerche an meinem Fenster frei: Tirili, tirili! Vom blöden Traum, Langschläfer, bist du endlich erwacht? Du schliefst und merktest das Süße kaum, Denn sacht, denn sacht Ist kommen der Frühling über Nacht. Und als ich schaute zum Himmelsraum, Da war er so blau, da war er so weit; Und als ich blickte auf Strauch und Baum, Da trugen sie alle ein grünes Kleid. Und als ich sah in die eigene Brust, Da saß die Liebe darin und sang, So süß, was selber ich nimmer gewußt; Das klang, das klang Und soll nun klingen mein Leben lang.
Composition:
- Set to music by Hubert Ferdinand Kufferath (1818 - 1896), "Frühlingsnachhall", op. 26 no. 3, from Drei Frühlingslieder, no. 3
Text Authorship:
- by Emanuel von Geibel (1815 - 1884), no title, appears in Jugendgedichte, in 1. Erstes Buch, in Lieder als Intermezzo, no. 2
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