by August Kopisch (1799 - 1853)
Vertreibung der Philister See original
Language: German (Deutsch)
Cœur-König fragt' einmal, so im Parlieren Seinen Herrn Minister: Wie man das Volk wohl könne meliorieren, Es gäb' so viel Philister ... ! Da geht der Herr Minister, Nimmt Bücher und Register, Schlägt auf und zu, wendtum und um, Schreibt blind sich, hockt sich lahm und krumm, Bespricht es laut, bedenkt es stumm Und wird zuletzt mehr dumm wie dumm ... ! Da tritt der lust'ge Rat, recht mit Manieren Her und sagt mit Lachen: „Herr König, ließ't Ihr mich einmal regieren, Wollt' Euch das Ding schon machen ... !“ Der König sprach: „Nun sage, Wie brächtest du's zu Tage?“ — „Ich nähm' zuerst den Zoll vom Wein; Der Wein vertreibt Lug, Trug und Pein; Kömmt er ins Maul umsonst hinein, So singt das Volk und macht sich fein ... ! Wein und Gesang, weg sind da die Philister. Sammt den Unglücksunken!“ — „Still, Narr“, begann mit Ernst der Herr Minister, „So wird das Land vertrunken ... !“ Cœur-König sprach: „Minister, Ihr seid ein Erz-Philister. Der Narr hat Recht, Es soll der Wein Nun frank und frei ins Maul hinein!“ Da sang was singen konnte fein: „Cœur-König soll Herz-König sein ... !“
Composition:
- Set to music by Karl Gottlieb Reissiger (1798 - 1859), "Vertreibung der Philister"
Text Authorship:
- by August Kopisch (1799 - 1853), "Cœur-König"
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Researcher for this page: Johann Winkler
This text was added to the website: 2026-08-06
Line count: 30
Word count: 223