by Johann Gabriel Seidl (1804 - 1875)
Des Sängers Abschied See original
Language: German (Deutsch)
Fort vom heimischen Strande, fort zur einsamen Ferne, fort von dir, o Geliebte, rufen mich feindliche Sterne! Aber in deiner Nähe lass' ich mein Glück, mein Leben: Du bist mein Ziel, mein Streben, du meine Hoffnung allein! Bei dir blieb meine Liebe, Holde, gedenke mein! Mögen Berge uns trennen, mögen Flüsse uns scheiden, Herzen, welche sich lieben, trotzen der Trennung Leiden! Denn die Gefühle wandeln hin über Berg' und Flüsse, bringen sich Küss' und Grüße, finden im Herzen sich ein! Bei dir blieb meine Liebe, Holde, gedenke mein! Wenn in heiteren Nächten hell die Sterne mir blinken, wird aus flammenden Sternen hold dein Bildnis mir winken! Dich nennt jegliche Quelle, dich nennt das Säuseln der Wälder, jedes Blümchen der Felder blüht nur durch dich mir allein! Bei dir blieb meine Liebe, Holde, gedenke mein! Wenn am einsamen Strande einst die Lieder verklungen, wenn die Harfe verstummte, weil die Saiten gesprungen, dann wird ein West dir sagen: „Still ist dein treuer Sänger, denn er ertrug's nicht länger, sehnend erlag er der Pein! Bei dir blieb seine Liebe; Holde, gedenke sein!“
Composition:
- Set to music by Wilhelm Fischer , "Des Sängers Abschied"
Text Authorship:
- by Johann Gabriel Seidl (1804 - 1875), "Des Sängers Abschied", appears in Liedertafel
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Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]
This text was added to the website: 2026-10-09
Line count: 40
Word count: 185
