by Robert Reinick (1805 - 1852)
Wellen blinkten durch die Nacht See original
Language: German (Deutsch)
Our translations: ENG
Wellen blinkten durch die Nacht, Blaß der Mond am Himmel stand, Mägdlein saß an Ufers Rand, Hielt bei ihrem Leinen Wacht, Sang in leisen Melodei'n In die weite Nacht hinein: Bleiche, bleiche weißes Lein, In des stillen Mondes Hut, Bist du bleich, dann bist du gut, Bist du bleich, dann bist du rein. -- Bleiche, bleiche, weißes Lein! Bleich muß alles Ende sein! Sonne gibt zu lichten Schein, Lässt dem Herzen keine Rast; Ist der Tag nur erst erblaßt, Wird das Herz auch ruhig sein. -- Bleiche, bleiche, weißes Lein! Bleich muß alles Ende sein! War ein töricht Mägdelein, Rot und frisch mein Angesicht; Rote Wangen taugen nicht, Locken Unglück nur herein. -- Bleiche, bleiche, weißes Lein, Bleich muß alles Ende sein! Eile dich und bleiche fein! Hab' ja treu gewartet dein; Legt man mich ins Grab hinein, Deck' in Frieden mein Gebein. Bleiche, bleiche, weißes Lein, Bleich muß alles Ende sein!
Composition:
- Set to music by Joseph (Gabriel) Rheinberger (1839 - 1901), "Wellen blinkten durch die Nacht", op. 80 no. 4 (1874) [ SATB chorus ], from Liebesgarten. 5 Gesänge für Sopran, Alt, Tenor und Bass, no. 4, Leipzig, Forberg
Text Authorship:
- by Robert Reinick (1805 - 1852), "Der Bleicherin Nachtlied", appears in Lieder, in Romanzen und Balladen [formerly Bilder], first published 1844
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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):
- ENG English (Sharon Krebs) , "Night Song of the Bleaching Girl", copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission
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This text was added to the website: 2005-07-04
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