by Heinrich Heine (1797 - 1856)
Ein Traumbild Matches base text
Language: German (Deutsch)
Ich lag und schlief und schlief recht mild, Verscheucht war Gram und Leid; Da kam zu mir ein Traumgebild, Die allerschönste Maid. Sie war wie Marmelstein so bleich, Und heimlich wunderbar; Im Auge schwamm es perlengleich, Gar seltsam wallt'ihr Haar. Und leise, leise sich bewegt Die marmorblasse Maid, Und an mein Herz sich niederlegt Die marmorblasse Maid. Wie bebt und pocht vor Weh und Lust Mein Herz und brennt so heiss! Nicht bebt, nicht pocht der Schönen Brust Die ist so kalt wie Eis. "Nicht bebt, nicht pocht wohl meine Brust, Die ist wie Eis so kalt; Doch kenn auch ich der Liebe Lust, Der Liebe Allgewalt. Mir blüht kein Rot auf Mund und Wang, Mein Herz durchströmt kein Blut; Doch sträube dich nicht schauernd bang, Ich bin dir hold und gut." Und wilder noch umschlang sie mich, Und tat mir bald ein Leid, Da kräht der Hahn und stumm entwich Die marmorblasse Maid.
Composition:
- Set to music by Franz Paul Lachner (1803 - 1890), "Ein Traumbild", op. 33, Heft 3 no. 1, published 1832, from Sängerfahrt : sechzehn Lieder nach Gedichten von Heinrich Heine, no. 12
Text Authorship:
- by Heinrich Heine (1797 - 1856), appears in Buch der Lieder, in Junge Leiden, in Traumbilder, no. 9
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Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]
This text was added to the website between May 1995 and September 2003.
Line count: 28
Word count: 154