Es war ein alter Mann
Language: German (Deutsch) 
Es war ein alter Mann,
der nahm ein junges Weibchen,
gar schön und zart von Leibchen.
Da ging das Wesen an.
Er lächelte, er schmeichelt's.
Er küsst' es und er streichelt's
Allein das war sein Ziel -
und das war [doch]1 nicht viel!

Er lebt ein ganzes Jahr
mit seinem jungen Weibchen.
Das zarte, feine Leibchen
blieb immer wie es war.
Wie ich gesagt: Er schmeichelt's,
er küsst' es, und er streichelt's.
Allein — das war sein Ziel.
Und das war gar nicht viel.

Einmahl er sagte: Heut'
muss ich dich flux verlassen.
Mein Kind, du muss nicht spassen
mit fremde Männerleut.
Nicht deine Treu vergessen,
verbothne Speis' nich essen,
sonst krieg ich armer Mann
ein Stirn, mit Hörner dran.

Das Weibchen sagte: Ei!
Eh' will ich treu dir bleiben,
wenn solche Zeitvertreiben
dir giebt ein solch Geweih.
Der Mann giesst Freudeträhnen.
Er ging. Da kam mit Sehnen
ein junger Herr fürbas -
und alles sie vergass.

Als nun der Alte kam
gar spat und müd' zu Hause,
zum lieben Abendschmause
und hübsch sein Hut abnahm,
rief sie: Wie kannst du lügen,
und mich so arg betrügen?
Du böser, alter Mann!
Hast ja nicht Hörner an!

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Beneath the poem: "Folk, som har omringet Jöderne, opslaae en stor Skoggerlatter."
1 Gerson: "auch"

Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)

  • by Georg Gerson (1790 - 1825), "Aus Oehlenschlägers Sanct Hansaftenspil", G. 66 (1812) [voice and piano], note: the song begins with a melody reminiscent of the aria “Es war einmal ein alter Mann, der hat ein junges Weibchen” from the Singspiel “Das rote Käppchen” by Carl Ditters von Dittersdorf (first performed 1790) [
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Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

This text was added to the website: 2014-04-20
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