by Carl Siebel (1836 - 1868)

Es schauen die Ruinen
Language: German (Deutsch) 
Es schauen die Ruinen
Stumm in den Strom hinein.
Es rauscht unter ihnen
Der alte, heil'ge Rhein.

Es schlingt um sie die Sage
Ihr grünes Epheublatt
Sie künden alte Tage,
Die Sturm vernichtet hat.

Vom Rechte der Tyrannen,
Von Fäusten die verdorrt,
Trägt frei der Strom von dannen
Ein sagenhaftes Wort.

Ich schau' im Geist die prächt'ge
Vergang'ne Herrlichkeit;
Und schau' und fühl' die mächt'ge,
Gewalt'ge neue Zeit.

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Confirmed with Karl Siebel, Gedichte, zweite vermehrte Auflage, Iserlohn: Bädecker, 1859, page 245.


Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)


Research team for this text: Dr. Gerrit den Hartogh , Melanie Trumbull

This text was added to the website: 2019-07-02
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