Die Macht der Liebe
Language: German (Deutsch) 
Ja überall, wohin mein Auge blicket,
Gebiethet Liebe, find' ich ihre Spur,
Selbst jedem Strauch und Blümchen auf der Flur
Hat sie ihr zartes Siegel eingedrücket.

Ihr Geist erfüllt, durchglüht, verjüngt und schmücket
Das All der rastlos wirkenden Natur,
Und Erd' und Himmel, jede Creatur
Sie leben nur durch sie, von ihr beglücket.

So muß denn, blinder Herrscher! Alles sich
Gehorsam unter deinem Bogen schmiegen?
Ja wohl, es athmet alles nur für dich!

Was lebt, das schlürft in taumelndem Vergnügen
Aus deinem Honigkelch in langen Zügen;
Doch Wermuth hast du nur allein für mich!

Confirmed with J. Ritter v. Kalchberg's sämmtliche Werke. Erster Theil. Wien, 1816. Gedruckt und verlegt bey Carl Gerold, page 108.


Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)

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Set in a modified version by Franz Peter Schubert.


Researcher for this text: Peter Rastl [Guest Editor]

This text was added to the website: 2017-06-01
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