by Johann Friedrich Rochlitz (1769 - 1842)

Sehnsucht
Language: German (Deutsch) 
Neidisch sind des Himmels Mächte,
Ohne Sieg bleibt unser Streit,
Und kein Glück wird uns gegeben,
Das uns ohne Thränen freut!

An dem schönsten Frühlingstage
Droht uns der Gewitter Sturm;
Um die zarte Rosenknospe
Krümmt sich nagend schon der Wurm.

Auf des muth'gen Jünglings Pfaden
Schleichet die Gefahr einher,
Naht sich Weisheit erst dem Greise,
Fasst er sie mit Kraft nicht mehr.

Wenn wir kaum das Schönste fanden,
Ist es weit von uns geeilt,
Alles reisst dahin die Stunde,
Nur die ew'ge Sehnsucht weilt.

Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)


Researcher for this text: Malcolm Wren [Guest Editor]

This text was added to the website: 2017-08-04
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