by Heinrich Pfeil (1835 - 1899)

Mein Himmel auf der Erde
Language: German (Deutsch) 
Ich bin so gern, so gern daheim,
Daheim in meiner stillen Klause;
Wie klingt es doch dem Herzen wohl,
Das liebe, traute Wort: ,,Zu Hause!``
O nirgend auf der weiten Welt,
Fühl' ich so frei mich von Beschwerde!
Ein braves Weib, ein [herzig]1 Kind:
Das ist mein Himmel auf der Erde!

Gewandert bin ich hin und her,
Und mußte oft dem Schmerz mich fügen;
Den Freudenbecher setz' ich an:
Ich trank ihn aus in vollen Zügen;
Doch immer zog es mich zurück,
Zurück zu meinem heim'schen Herde.
[Ein braves Weib, ein herzig Kind: 
Das ist mein Himmel auf der Erde!]2

[Allabends, wenn der Tag zur Ruh,
Und ich mich leg']3 zum Schlummer nieder,
Da bete ich zum Herrn der Welt,
Eh schließen sich die Augenlider.

Ich falte meine Hände fromm,
Zu dem, dereinstens sprach sein Werde,
Du guter Gott, erhalte lang
Mir meinen Himmel auf der Erde!

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Confirmed with Deutsche Roman-Bibliothek. Für Abonnenten von 'Über Land und Meer', erster Jahrgang, Stuttgart: Eduard Hallberger, 1873. Appears in issue no.8, page 154.

1 Abt: "herz'ges"
2 omitted by Abt.
3 Abt: "Und geh ich abends nun zur Ruh/ Und leg' ich mich"

Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)


Researcher for this text: Melanie Trumbull

This text was added to the website between May 1995 and September 2003.
Line count: 24
Word count: 147