by Heinrich Laube (1806 - 1884)

Kam der König vom Gebirge
Language: German (Deutsch) 
Kam der König vom Gebirge, 
Ritt ein rabenschwarzes Roß,
War der schönste schwarz von Augen,
Unter einem schönen Troß, 
War ein König, ganz ein König! 

Hielt er still am Felsenschlosse
Unter steinernem Balkone:
Warum, rief er, blasses Mädchen, 
Bleibst Du fern von meinem Throne,
Von den Armen Deines Königs? 

Niemand sah das blasse Mädchen,
Und nur er vernahm die Stimme:
„Ach ich fürchte mich, mein König, 
Vor der Liebe Lust und Grimme,
Vor der Liebe eines Königs!“ 

„Denn der König und die Sonne 
Sehn zu Viel, um treu zu sein,
Und der Herzen gar zu viele 
Hoffen auf den goldnen Schein
Einer Sonne und des Königs!“
 
„Zieh vorüber, zieh vorüber,
Treue brichst Du allerwegen --
Meine Arme sind verschlossen;
Doch mein Herz ist voller Segen 
Ach für Dich, Du bist der König!“ 

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Confirmed with Gräfin Chateaubriant. Roman von Heinrich Laube, Zweite Auflage, Dritter Band, Leipzig, Druck und Verlag von B. G. Teubner, 1846, pages 21-22.


Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)


Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

Text added to the website: 2020-01-12 00:00:00
Last modified: 2020-01-12 18:16:00
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