Abenddämmerung
Language: German (Deutsch) 
Durch's Gefild weht 
Lenzduft süß und labend; 
Still und mild geht 
Nun zur Ruh der Abend. 
Nicht ein Zweig wiegt 
Sich am Baumgeäste, 
Warm und weich liegt 
Vöglein schon im Neste. 

Rings der Waldraum 
Schläft in tiefem Schweigen, 
Ihn durchwallt kaum 
Leiser Lüfte Reigen. 
Selbst die Quellfluth 
Ziehet sanftre Kreise,
Das Gefäll' ruht 
In dem Bachgeleise.

Bleich verflieh'n
Silbernebelschleier, 
Längs dem Rohr zieh'n
Sie am Schilfesweiher.
Nur von fern lacht 
Helles Lichtgefunkel: 
Denn die Sternnacht 
Blitzt in's Waldesdunkel. 

Confirmed with G. W. Körner's Urania: Musik-Zeitschrift für Orgelbau, Orgel- und Harmoniumspiel, Volume 32, Erfurt, Verlag der Körner'schen Buchhandlung, 1875, page 66.


Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)

  • by Franz Wilhelm Abt (1819 - 1885), "Abenddämmerung", op. 407 (Vier Duette für Sopran und Alt mit Pianoforte) no. 2, published 1872 [ vocal duet for soprano and alto with piano ], Offenbach, André [sung text not yet checked]

Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Bertram Kottmann

This text was added to the website: 2020-06-17
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