by Ernst Scherenberg (1839 - 1905)
Wie lang',/ o wie so lang' die Nacht
Language: German (Deutsch)
Wie lang', o wie so lang' die Nacht, wenn draußen der Regen tropft! Wie bang, o wie so bang sich's wacht, wenn ans Herz die Reue klopft! Wie gern, wie vergäß' ich so gern mein Leid und die Qualen im Schlummer tief, doch fern, o für immerdar fern die Zeit, da ich [zukunftsträumend]1 noch schlief! Wie Schaum, wie im Winde der Schaum zerging mein Glück, und das Herz ward leer; kein Traum, kein lieblicher Traum umfing mir die krankende Seele mehr. Wenn der Flor, wenn der nächtliche Flor leis' rauscht und die schlummernde Erde umhüllt, mein Ohr, mein horchendes Ohr, es lauscht, von den Stimmen der Reue erfüllt. O Hauch, o tröstender Hauch der Nacht, alle Stürme beschwichtigst du; küss' auch, o küsse du auch nun sacht mir die brennende Wimper zu!
A. Wallnöfer sets stanzas 1-2, 5
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View original text (without footnotes)Confirmed with Gedichte von Ernst Scherenberg, Leipzig, 1874.
1 Jacques-Dalcroze: "Zukunft träumend"Text Authorship:
- by Ernst Scherenberg (1839 - 1905) [author's text checked 1 time against a primary source]
Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive):
- by Émile Jacques-Dalcroze (1865 - 1950), "Wie lang, o wie so lang die Nacht", op. 14 (Sechs Lieder für 1 Singstimme mit Pianoforte) no. 2, published 1892 [ voice and piano ], Leipzig, Fritzsch [sung text checked 1 time]
- by Adolf Wallnöfer (1854 - 1946), "Wie lang' die Nacht", op. 57 no. 5, stanzas 1-2,5 [ voice and piano ] [sung text checked 1 time]
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