by Otto Julius Bierbaum (1865 - 1910)
Wenns dämmert
Language: German (Deutsch)
Und Tag um Tag geht still dahin, Und meine ruhigen Augen sehn, Wie alle Wünsche wunschlos still In eine blasse Dämmerung gehn. Dich lieb ich, du! Oh komm, sei mein! Ein grauer Nebel kommt und steht. Wo bist du?! Alles grau und leer. Und mein Begehren wankt und geht. Wohin, wohin!? Ich seh kein Licht, Ins Graue schwindet, was ich will. Laß gehn dahin und frage nicht, Laß gehn dahin und blicke still. Wunsch geht und Welt geruhig hin, Und meine ruhigen Augen sehn, Wie alle Wünsche wunschlos still In eine blasse Dämmerung gehn.
Confirmed with Otto Julius Bierbaum, Irrgarten der Liebe, Berlin/Leipzig, 1901, pages 331-332.
Text Authorship:
- by Otto Julius Bierbaum (1865 - 1910), "Wenns dämmert", appears in Irrgarten der Liebe. Verliebte, launenhafte und moralische Lieder, Gedichte und Sprüche aus den Jahren 1885 bis 1900, in Gedichte, in Betrachtende [author's text checked 1 time against a primary source]
Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive):
- by Émile Jacques-Dalcroze (1865 - 1950), "Wenns dämmert", copyright © 1913 [ voice and piano ], from Zehn Lieder für eine Singstimme mit Klavier, no. 9, Berlin, Leipzig: Simrock
Score: IMSLP [external link]  [sung text not yet checked]
Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]
This text was added to the website: 2026-02-16
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