So viel Stern am Himmel stehen,1 Soviel Schäflein als da gehen, In dem grünen, grünen Feld, Soviel Vöglein als da fliegen, Als da hin und wieder fliegen, Sovielmal [sei]2 du gegrüßt. Soll ich dich [denn nimmer]3 sehen,4 Ach das kann ich nicht [verstehen]5, O du bittrer Scheidensschluß. Wär ich lieber schon gestorben, Eh' ich mir ein Lieb' erworben, Wär ich [jetzo nicht]6 betrübt! Weiß nicht ob auf [dieser]7 Erden,8 Nach viel Trübsal und Beschwerden Ich dich wiedersehen soll: Was für Wellen, was für Flammen Schlagen über mir zusammen, Ach wie groß ist meine Noth. Mit Geduld will ich es tragen,9 Alle Morgen will ich sagen: O mein Schatz, wann kommst zu mir? Alle Abend will ich sprechen, Wenn mir meine [Äuglein]10 brechen: O mein [Schatz]11 gedenk an mich. Ja ich will dich nicht vergeßen, Wenn ich sollte unterdessen Auf dem Todbett schlafen ein. Auf dem Kirchhof will ich liegen Wie ein Kindlein in der Wiegen, Das die Lieb thut wiegen ein.
Zehn Lieder für eine Singstimme mit Klavier
by Émile Jacques-Dalcroze (1865 - 1950)
Score: IMSLP (external link)1. Gruß  [sung text not yet checked]
Text Authorship:
- from Volkslieder (Folksongs) , "Gruß"
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- ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2021, (re)printed on this website with kind permission
Confirmed with Die deutschen Volkslieder. Gesammelt von Karl Simrock, Frankfurt am Main, Druck und Verlag von Heinrich Ludwig Brönner, 1851, pages 224-225.
Note: contemporary German would change several spellings including "Noth" ("Not") and "thut" ("tut").
1 Silcher adds "An dem blauen Himmelszelt,"2 Rosenhain: "sei'st"
3 Rosenhain: "nimmer"
4 Silcher adds "Nun ich in die Ferne muß?"
5 Rosenhain: "versteh'n"
6 Silcher: "jetzt nicht so"
7 Rosenhain: "der"
8 Silcher adds "Die des herben Jammers voll,"
9 Silcher adds "Denk ich immer nur zu dir;"
10 Silcher: "Augen"
11 Silcher: "Lieb"
Research team for this page: Emily Ezust [Administrator] , Sharon Krebs [Senior Associate Editor], Johann Winkler
2. Schmied Schmerz  [sung text not yet checked]
Der Schmerz ist ein Schmied, [Sein]1 Hammer ist hart, Von fliegenden Flammen Ist heiß sein Heerd; Seinen Blasebalg bläht Ein stoßender Sturm Von wilden Gewalten. Er hämmert die Herzen Und schweißt sie mit schweren Und harten Hieben Zu festem Gefüge. Gut, gut schmiedet der Schmerz. Kein Sturm zerstört, Kein Frost zerfrißt, Kein Rost zerreißt, Was der Schmerz geschmiedet.
Text Authorship:
- by Otto Julius Bierbaum (1865 - 1910), "Schmied Schmerz", appears in Irrgarten der Liebe. Verliebte, launenhafte und moralische Lieder, Gedichte und Sprüche aus den Jahren 1885 bis 1900, in Gedichte, in In Gleichnissen
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- CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , copyright © 2023, (re)printed on this website with kind permission
- ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2020, (re)printed on this website with kind permission
- FRE French (Français) (Guy Laffaille) , copyright © 2016, (re)printed on this website with kind permission
Confirmed with Otto Julius Bierbaum Irrgarten der Liebe. Verliebte, launenhafte und moralische Lieder, Gedichte und Sprüche aus den Jahren 1885 bis 1900, erstes bis fuenftes Tausend, Berlin und Leipzig: Im Verlage der Insel bei Schuster und Loeffler, 1901, page 312.
1 von Horst: "Und sein"Research team for this page: Peter Donderwinkel , Sharon Krebs [Senior Associate Editor]
3. Regenlied  [sung text not yet checked]
Regenöde, regenöde Himmel, Land und See; Alle Lust ist Last geworden, Und das Herz thut weh. Graugespinstig hält ein Nebel Alles Sein in Haft, Weher Mut weint in die Weiten, Krank ist jede Kraft. Die Prinzessin sitzt im Turme; Ihre Harfe klingt, Und ich hör, wie ihre Seele Müde Sehnsucht singt. Regenöde, regenöde Himmel, Land und See; Alle Lust ist Last geworden, Und das Herz thut weh.
Text Authorship:
- by Otto Julius Bierbaum (1865 - 1910), "Des Narren Regenlied", appears in Irrgarten der Liebe. Verliebte, launenhafte und moralische Lieder, Gedichte und Sprüche aus den Jahren 1885 bis 1900, in Lieder
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- ENG English (Sharon Krebs) , "The rain-song of the fool", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission
- FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Chanson de la pluie du bouffon", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission
4. Entzückung  [sung text not yet checked]
Hier mein Herz, Welt, hier mein ganzes Leben! Dich umfaß ich, Gott; was du gegeben, Ström ich wieder in Entzückung her. Hat mein Herz der Leiden viel getragen, Darf es wieder nun in Wonnen schlagen, Und von Müdigkeit weiß es nichts mehr. Nehmt es hin! Wie selig ist das Schenken! Liebe ist mein Fühlen und mein Denken, Und mein innerlichstes Glück ist Kraft. Nehmet hin und freut euch! Seht, mein Leben Will ich freudig an die Freude geben. Süß ist diese Frucht und voller Saft.
Text Authorship:
- by Otto Julius Bierbaum (1865 - 1910), "Entzückung"
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Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]5. Hat gesagt ‑ bleibt's nicht dabei  [sung text not yet checked]
Mein Vater hat gesagt, Ich soll das Kindlein wiegen, Er will mir auf den Abend Drei Gaggeleier sieden; Siedt er mir drei, Ißt er mir zwei, Und ich mag nicht wiegen Um ein einziges Ei. Mein Mutter hat gesagt, Ich soll die Mägdlein verraten, Sie wollt mir auf den Abend Drei Vögelein braten; Brät sie mir drei, Ißt sie mir zwei, Um ein einziges Vöglein Treib ich [kein]1 Verräterei. Mein Schätzlein hat gesagt, Ich [soll]2 sein gedenken, Er wöllt mir auf den Abend Drei Küßlein auch schenken; Schenkt er mir drei, Bleibt's nicht dabei, Was kümmert michs Vöglein, Was schiert mich das Ei.
Text Authorship:
- from Volkslieder (Folksongs) , "Hat gesagt -- bleibts nicht dabei", appears in Des Knaben Wunderhorn
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- CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , copyright © 2019, (re)printed on this website with kind permission
- DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , copyright © 2019, (re)printed on this website with kind permission
- ENG English (Emily Ezust) , "He has said - but it won't stop at that", copyright ©
- FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Elle a dit - Je ne m'en contenterai point", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission
Confirmed with Ludwig Achim's von Arnim Sämmtliche Werke, Siebzehnter Band, Berlin, Expedition des v. Arnimschen Verlags, 1846, p. 28.
Note: in stanza 2, line 7, "einziges" is "einzig" in some editions of Strauss.
1 Weingartner: "nicht"2 Weingartner: "solle"
Research team for this page: Emily Ezust [Administrator] , Johann Winkler
6. Das Lied von Ferne  [sung text not yet checked]
Ich [seh]1 die Welt Als wie ein Feld, Das hoch im Halme steht. Die Sichel singt, Von Ferne klingt Ein Lied wie hergeweht. Nun wird es leer, Und rundumher Garbe an Garbe steht. Und immer doch, Und immer noch Ein Lied wie hergeweht. Nun Herbst und kalt, Und Winter bald, Und alles überschneet, Und doch, und doch, Und immer noch Ein Lied wie hergeweht. O reiches Feld, O reiche Welt, Durch die mein Leben geht, Als wie ein Hauch. Mein Leben auch Ein Lied wie hergeweht.
Text Authorship:
- by Otto Julius Bierbaum (1865 - 1910), "Das Lied von Ferne"
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View original text (without footnotes)1 Jacques-Dalcroze: "sah"; further changes may exist not shown above.
Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]
7. Gewitter
So entstürzt den schlafen, unhaltbaren Wolken
. . . . . . . . . .
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currently in the database but will be
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8. Spinn, Mágdlein, spinn!  [sung text not yet checked]
Spinn', Mägdlein, spinn! So wachsen dir die Sinn'! Wachsen dir die gelben Haar', Kommen dir die klugen Jahr', Spinn, Mägdlein, spinn! Ehr', Mägdlein, ehr' Die alte Spinnkunst sehr! Adam hackt und Eva spann, Zeigen uns die Tugendbahn! Lieb', Mägdlein, lieb' Der Hanna ihren Trieb, Wie sie mit der Spindel kann Nähren ihren blinden Mann. Preis', Mägdlein, preis' Der Mutter Gottes Fleiß. Diese heil'ge Himmelskron' Spann ein Röcklein ihrem Sohn. Sing', Mägdlein, sing' Und sei fein guter Ding'; Fang dein [Spinnen]1 lustig an, Mach' ein frommes [End' daran]2. Lern', Mägdlein, lern', So hast du Glück und Stern, Lerne bei dem Spinnen fort Gottesfurcht und Gotteswort. Glaub', Mägdlein, glaub', Dein Leben ist nur Staub. Daß du kömmst so schnell ins Grab, Als dir bricht der Faden ab. Lob', Mägdlein, lob', Dem Schöpfer halte Prob', Daß dir Glaub' und Hoffnung wachs', Wie dein Garn und wie dein Flachs. Dank', Mägdlein, dank' Dem Herrn, daß du nicht krank, Daß du kannst fein oft und viel Treiben dieses Rockenspiel. Dank', Mägdlein, dank'!
Text Authorship:
- from Volkslieder (Folksongs) , "Spinnerlied"
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- CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , copyright © 2020, (re)printed on this website with kind permission
- DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission
- ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission
- FRE French (Français) (Guy Laffaille) , copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission
Confirmed with Das deutsche Volkslied. Eine Einführung in das Wesen und die Geschichte der deutschen Volkslieder nebst einer Auswahl derselben mit Erläuterungen für den Schulgebrauch von Dr. phil. Karl Hubert Breuer, zweite, vermehrte und verbesserte Auflage, Paderborn, Druck und Verlag von Ferdinand Schöningh, 1913, pages 69-70.
Note: Schumann repeats the first word of each stanza.
1 Graben-Hoffmann: "Singen"2 Graben
Research team for this page: Emily Ezust [Administrator] , Johann Winkler
9. Wenns dämmert  [sung text not yet checked]
Und Tag um Tag geht still dahin, Und meine ruhigen Augen sehn, Wie alle Wünsche wunschlos still In eine blasse Dämmerung gehn. Dich lieb ich, du! Oh komm, sei mein! Ein grauer Nebel kommt und steht. Wo bist du?! Alles grau und leer. Und mein Begehren wankt und geht. Wohin, wohin!? Ich seh kein Licht, Ins Graue schwindet, was ich will. Laß gehn dahin und frage nicht, Laß gehn dahin und blicke still. Wunsch geht und Welt geruhig hin, Und meine ruhigen Augen sehn, Wie alle Wünsche wunschlos still In eine blasse Dämmerung gehn.
Text Authorship:
- by Otto Julius Bierbaum (1865 - 1910), "Wenns dämmert", appears in Irrgarten der Liebe. Verliebte, launenhafte und moralische Lieder, Gedichte und Sprüche aus den Jahren 1885 bis 1900, in Gedichte, in Betrachtende
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Confirmed with Otto Julius Bierbaum, Irrgarten der Liebe, Berlin/Leipzig, 1901, pages 331-332.
Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]
10. Spinnerlied  [sung text not yet checked]
Spinn, spinn, meine liebe Tochter, Ich kauf dir ein paar Schuh. Ja, ja, meine liebe Mutter, Auch Schnallen dazu; Kann wahrlich nicht spinnen Von wegen meinem Finger, Meine Finger thun weh. Spinn, spinn, meine liebe Tochter, Ich kauf dir ein Paar Strümpf. Ja, ja, meine liebe Mutter, Schön Zwicklen darin; Kann wahrlich nicht spinnen Von wegen meinem Finger, Meine Finger thun weh. Spinn, spinn, meine liebe Tochter, Ich kauf dir einen Mann. Ja, ja, meine liebe Mutter, Der steht mir wohl an; Kann wahrlich gut spinnen, Von all meinen Fingern Thut keiner mir weh.
Text Authorship:
- from Volkslieder (Folksongs) , "Spinnerlied", appears in Des Knaben Wunderhorn
Based on:
- a text in Swabian (Schwäbisch) from Volkslieder (Folksongs)
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- ENG English (Sharon Krebs) , "Spinning Song", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission
- FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "Chant des fileuses", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission
- FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Chant de la fileuse", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission
Researcher for this page: Harry Joelson