by Michael Franck (1609 - 1667)
Translation

Ach, wie nichtig, ach, wie flüchtig
Language: German (Deutsch)  after the German (Deutsch) 
Ach, wie nichtig, ach wie flüchtig
Ist all'unser Leben!

Ach, wie nichtig! Ach, wie flüchtig
Ist all'unsre Freude!
Wie sich wechseln Stund und Zeiten,
Licht und Dunkel, Fried und Streiten,
So sind unsre Fröhlichkeiten.

Ach, wie nichtig, ach wie flüchtig
Ist all'unsre Schöne!
Wie ein Blümlein bald vergehet,
Wenn ein raues Lüftlein wehet,
So ist unsre Schöne, sehet!

Ach, wie nichtig, ach wie flüchtig
Ist all'unser Dichten!
Wer die Kunst hat lieb gewonnen
Und manch' schönes Werk ersonnen,
Ist dem Tod doch nicht entronnen!

Ach, wie nichtig, ach wie flüchtig
Ist all'unser Prangen.
Der im Purpur hoch vermessen
Einem Gotte gleich gesessen,
Seiner wird im Tod vergessen.

Ach, wie nichtig, ach wie flüchtig
Sind all'unsre Schätze!
Es kann Glut und flut entstehen,
Dadurch, eh wir's uns versehen,
Alles mag in Staub verwehen.

Ach, wie nichtig, ach wie flüchtig
Sind all'unsre Sachen!
Alles, Alles, was wir sehen,
Das muss fallen und vergehen;
Wer Gott fürcht't, wird ewig stehen.

The text shown is a variant of another text.
It is based on

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)


Researcher for this text: Ferdinando Albeggiani

This text was added to the website: 2007-06-08
Line count: 32
Word count: 157