by Felix Hausdorff (1868 - 1942), as Paul Mongré

Dem Genius des Augenblicks
Language: German (Deutsch) 
Das ist so süß, daß unser rascher Bund
Nicht fein gefädelt ward und lang gesponnen.
Jäh flammten deine Augen wie zwei Sonnen,
Jäh mich erkühnend küßt' ich dir den Mund.

Nicht scheu und zitternd saßen wir am Bronnen,
Wir sprangen jauchzend in den tiefsten Grund!
Das ist so süß, daß unser rascher Bund
Nicht fein gefädelt ward und lang gesponnen.

In Weißglut tauchten wir, und sind nicht wund:
Den brüht’s, der wartet, bis das Erz geronnen!
Wir leerten Eines Zugs den Kelch der Wonnen,
Kein fader Nachgeschmack würgt uns [im]1 Schlund.
Das ist sehr süß an unserm raschen Bund!

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Confirmed with Felix Hausdorff, Gesammelte Werke, Band VIII Literarisches Werk, ed. by Friedrich Vollhardt and Udo Roth, Springer, Berlin, 2011, page 146, and respectively, Paul Mongré, Ekstasen, Hermann Seemann Nachfolger, Leipzig, 1900, page 156.

1 Marx: "den"

Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)


Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Peter Rastl [Guest Editor]

This text was added to the website: 2017-02-22
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