by Christian August Clodius (1737 - 1784)

Durch der Nacht vertraute Stille
Language: German (Deutsch) 
Durch der Nacht vertraute Stille
Steigt mein Lied zu dir empor.
Deine Wünsche sind mein Wille,
Neig' auch meinen  --  Herz und Ohr.
Liebe nimmt und gibt so gern,
Liebe winkt der Abendstern.  

Was der Himmel rings umschattet,
Ruht der Lebensbande los. 
Selbst Orion sinkt ermattet
In der Thetis dunkeln Schoß.
Ich nur irr' umher allein,
Sehne mich bei dir zu sein. 

Tageslast hab' ich getragen,
Viel gestrebt und viel gedacht. 
Aber rastlos und mit Zagen
Fragt mein Geist,  was ist vollbracht?
Nur an Deiner Brust ist Ruh,
Liebe flüstert Hoffnung zu.  

Freunde hab' ich lau befunden,
Menschen ohne Menschlichkeit.
Träufl' in meiner Seele Wunden
Deiner Unschule Seligkeit.
Du bist gut.  Das heilt die Pein.

K. Reissiger sets stanzas 1, 3-4

About the headline (FAQ)

Confirmed with Christian August Clodius, Fedor: der Mensch unter Bürgern. Bruchstücke aus dem Leben eines * * * Offiziers, zweiter Theil, erste Abtheilung, Leipzig: Gerhard Fleischer der Jüng., 1805, pages 128 - 129; and with Frauenzimmer-Almanach zum Nutzen und Vergnügen, Leipzig: A. F. Böhme, 1806. pages 23 - 24.


Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)


Researcher for this text: Melanie Trumbull

This text was added to the website: 2019-02-09
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