by Peter Cornelius (1824 - 1874)

Möcht' im Walde mit dir geh'n
Language: German (Deutsch) 
Möcht' im Walde mit dir gehn,
Wo im Laub sich Vöglein wiegen;
Möcht' im Walde mit dir gehn,
Denn der Wald ist so verschwiegen!

Wo der Lärm der Stadt verhallt,
Blühn so schön die wilden Rosen!
So verschwiegen ist der Wald!
So geheim der Quelle Kosen!

[Dich gedrängt am vollen]1 Strauch
Blüten sich an Blüten schmiegen,
An den Stamm der Epheu auch --
Und der Wald ist so verschwiegen!

Wo das Reh entflieht alsbald,
Hört's ein Rauschen in den Zweigen,
So verschwiegen ist der Wald!
So beredsam ist sein Schweigen!

Wenn mein Lied zu Ende geht,
Sing' ich's weiter in Gedanken:
Wie's im Wald verschwiegen weht,
Wie die Rosen sich umranken!

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Confirmed with Peter Cornelius, Gedichte gesammelt und herausgegeben von Adolf Stern, Leipzig, Druck und Verlag von Breitkopf und Härtel, 1905, page 64.

1 Cornelius (music): "Lieblich dort am vollem" ("vollem" might be a typo in the score)

Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)


Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Malcolm Wren [Guest Editor] , Harry Joelson

This text was added to the website: 2008-04-03
Line count: 20
Word count: 110