by Heinrich Schmidt (1779 - 1857)

Lebenslied
Language: German (Deutsch) 
Schnell genießt die schnellen Stunden,
küßt euch trunken, kränzt den Wein!
Das nur hält die Flucht der Stunden,
hält die Flucht der Tage ein.

Schneller noch als Wind und Welle
Fließt die Zeit uns rastlos hin.
Sie genießen auf der Stelle,
Das ist Weisheit, ist Gewinn.

Eine Zeit ward uns zu spielen,
Die zu lieben, die zu ruhn!
Thor! Der nach der Zeiten Willen
Nicht sein Möglichstes will thun!

Pflücket Rosen, denn die Tage
Sinken in ein Nebelmeer,
Und umsonst ist jede Klage,
Das Versäumte kömmt nicht mehr!

Hört doch, wie auf jedem Zweige
Süßer Wohllaut sich erhebt.
Wohl ihm, der bis auf die Neige
Rein sein Leben ausgelebt.

Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)


Researcher for this text: Harry Joelson

Text added to the website: 2009-03-24 00:00:00
Last modified: 2014-06-16 10:02:27
Line count: 20
Word count: 109