by Rudolph Baumbach (1840 - 1905)

In der Fremde
Language: German (Deutsch) 
Wenn die fremde Welt mich hat,
Freut mich Eins am meisten: 
Keiner kennt in Land und Stadt
Mich, den Zugereisten. 
Wie ein Junker hochgemuth 
Trag' ich meine Stirne,
Kecklich schau' ich unter'n Hut 
Jeder hübschen Dirne.

Manches Mädchenauge licht 
Blinzelt durch die Lider.
Gelt, ihr kennt den Vogel nicht
Diesmal am Gefieder? 
Manche aus der Mädel Schaar
Denkt wohl auch im Stillen:
Kam der Bursch am Ende gar
Her um meinetwillen?

Dass ich ein Vagante bin 
Ohne rothen Stüber,
Kommt nicht Einer in den Sinn,
Geh' ich stolz vorüber.
Ob mir Geld im Säckel klirrt,
Ob mir's fehlt am Baaren --
Fragt ihr morgen früh den Wirth,
Könnt ihr's leicht erfahren.

Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)

  • by Erik Meyer-Helmund (1861 - 1932), "In der Fremde", op. 9 (Vier Lieder für 1 mittlere Singstimme mit Pianofortebegleitung) no. 3, published 1884 [voice and piano], Berlin, Ries & Erler [
     text not verified 
    ]

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

This text was added to the website: 2009-09-29
Line count: 24
Word count: 110