Frühlingslied
Language: German (Deutsch) 
Ein Mailied voller Wonne 
Schallt laut in meiner Brust; 
Wie leuchtet hell die Sonne, 
Wie jauchzt die Welt vor Lust! 

Wie lachen doch die Auen, 
So königlich geschmückt; 
Wohin die Augen schauen, 
Da ruhen sie entzückt.  

Wie eine Braut voll Schöne, 
Begrüßt mich die Natur,  
Und frohe Liedertöne 
Durchdringen Wald und Flur.  

In schimmernd hellem Glanze 
Liegt hier das Blüthenthal, 
Umgeben von dem Kranze 
Der Berge allzumal.  

O welch ein Meer von Leben, 
Welch ein Geruch und Duft!  
Viel weiße Blüthen schweben 
Durch diese linde Luft.   

Ich kann mich nicht mehr trennen 
Von solcher Frühlingspracht, 
Und muß es laut bekennen: 
Die Welt ist schön gemacht! 

Confirmed with Didaskalia: Blätter für Geist, Gemüth und Publicität, ed. by Johann Andreas Hammeran, Frankfurt am Main: Heller und Rohm, 1853. This publication was a supplement to the Frankfurter Journal. The poem appears in issue no. 24, Freitag frn 28 Januar 1853, second page [no pagination]


Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)


Researcher for this text: Melanie Trumbull

This text was added to the website: 2019-08-24
Line count: 24
Word count: 105