Des Jünglings Klage
Language: German (Deutsch) 
Der Himmel ist so klar, so rein,
hell funkeln Gottes Sterne!
Auch ich wohl könnte glücklich sein,
allein sie ist mir ferne.
Ein mächtig waltendes Geschick
entriss mir meine Schöne;
kein Seufzer führt sie mir zurück,
und keine Sehnsuchtsträne.

Als du noch lebtest froh und wohl,
konnt' ich den Blick erheben;
das Herz, es pochte freudenvoll,
und lieb war mir mein Leben.
Die Teure war mein ganzes Glück,
Itzt härmend ich mich sehne!
Kein Seufzer führt sie mir zurück,
und keine Sehnsuchtsträne.

Zur Heimat rief der Ewige dich,
ich konnt' sein Wort nicht fassen;
mein Engel schwang zum Himmel sich,
ich weile nun verlassen.
Und irrend schweift der feuchte Blick,
und Trug ist, was ich wähne!
Kein Seufzer führt sie mir zurück,
und keine Sehnsuchtsträne.

Authorship:

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive):


Researcher for this text: Johann Winkler

This text was added to the website: 2020-08-04
Line count: 24
Word count: 125